Regenschleier
Seichter Regen fiel auf uns hernieder. Schon kurz nachdem wir das Irish Pub verlassen haben, hatte es zu nieseln begonnen. Der Tag hatte bereist die Dämmerung hinter sich gebracht. Wir zwei gingen etwas abgeschlagen von der restlichen Gruppe. Der Umgang mit ihr tat mir gut. Nach all den Rückschlägen der jüngsten Vergangenheit war es so schön einen Menschen zu treffen, der so ungezwungen mit mir umging und auf den ich ausnahmsweise eine positive Wirkung zu haben schien. Wir sprachen über unsere Wünsche und Träume, wir blödelten herum.
Ich fühlte mich leichter, die Probleme der letzten Wochen lasteten nicht mehr so schwer auf meinen Schultern.
Der Regen wurde beständig stärker bis es den Anschein hatte, dass wir durch einen Schleier aus Wasser schnitten. Auf unser nassen Haut klebte die noch nassere Kleidung.
Bis wir dann im Club ankamen. Irgendwie wurde hier die Stimmung schlagartig anders, ein leichtes Gefühl von Unbehagen beschlich mich. Ich versuchte während der Gespräche unserer Gruppe immer wieder ihr nahezukommen. Ich tat dies augenscheinlich unterbewusst, doch blieb es ihrem ebenfalls anwesenden Ex-Freund nicht unverborgen. Er machte mich auf mein Verhalten aufmerksam und machte mir mehr oder weniger freundlich klar, ich möge von ihr ablassen. Die Erkenntnis, die mir dies über mein Verhalten brachte, brach über mich hinweg. Ich wollte nicht schon wieder Opfer meiner Gefühle werden. Bisher hatte ich noch nichts davon gemerkt, auch jetzt noch war ich mir kaum über etwas bewusst, dies sollte erst in den nächsten Wochen allmählich einsetzen. Aber Angst kroch meinen Körper hinauf und machte sich in mir breit. Ich wollte nicht wieder verletzt werden, auf keinen Fall weitere Zurückweisung erfahren…
Nur war es mir doch offensichtlich immerwieder vorherbestimmt. ich sollte in den beiden folgenden Wochen schwerwiegende Fehler begehen, die nicht in einer derartigen Zurückweisung endeten, sondern, viel schlimmer noch, mir wieder Freunde und Freude nahmen sowie einige Beziehungen zu Freunden (noch weiter) verkomplizierte.
Wieder hatte ich das Bedürfnis nach einem Menschen, der mich versteht, dem ich mich hätte anvertrauen können…
Meine beste Freundin.
Doch auch sie wurde durch meine Gefühlen schon hinweggestoßen von mir.
Ich war allein.
Ich würde mich damit abfinden müssen. Ich würde lernen mussen meine Leben in emotionaler Einsamkeit zu bestreiten.
Wieso?! Wieso blieb mir das einzige verwehrt, was ich wirklich brauchte? Ebenso gut hätte man einem lebensmotivierten Menschen dazu bringen können auf das Atmen zu verzichten.
Dies jedoch, könnte mir endlich Ruhe bringen, vor meinen immer wiederkehrenden Alpträumen… könnte es das?!
Ich sollte noch viel der vor mir liegenden Zeit mit sollchen, und tiefer gehenden, Gedanken verbringen.

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Nach langer Zeit endlich mal wieder ein eintrag.
Diesmal mit zwei technischen Erneuerungen. Das Kommentieren ist nun erleichtert worden, man muss sich nun nicht mehr anmelden.
Und auch kann nun jeder Bewertungen abgeben.
MfG AveN
Manchmal schnappe ich mir einen Eimer Farbe und pinsel den Himmel schwarz. Du neigst jedoch dazu deinen ganzen Kopf in den Eimer zu stecken.
ja, und manchmal tut es gut, manchmal aber auch nicht
MfG AveN
Wann hast du vor deinen Kopf aus dem Napf zu ziehen?
In der Regel tu ich dies nach jedem Beitrag. Die Beiträge helfen mir meine Vergangenheit zu bewältigen. Ich tauche zu zu begin des Posts ein, und wenn ich fertig bin wieder hinaus.
Btw. bei deiner variante müssen aber andere Menschen auch darunter leiden
Ich erhakte nur eine grundmelancholie bei, aber die gefällt mir eigentlich auch sehr gut
sah ja auch auf dem konzert nicht wirklich deprimiert aus, oder?
MfG AveN