Selbstreflektion I
Vor einigen Monaten stellte ich in einem der ersten wirklich tiefen Gespräche mit meinem besten Freund fest, dass ich eine recht ungewöhnlich hohe Suchtresistenz inne habe. Spezielle untypische Dinge einmal ausgenommen. Als ich ihn fragte, wie dies sein könne, sagte er mir, dass es vielleicht daran läge, dass ich in der Lage sei über mich selber, mein Handeln, mein Denken, mein Sein… zu reflektieren.
Ich denke er hat Recht.
Und ich verspüre das Bedürfnis, genau dieses jetzt zu tun. Es gibt viele Anlässe dafür. Aber heute möchte ich mich zwei bestimmter verschreiben. In den letzten beiden Tagen wurden von zwei Vertretern der Fraktion Frau zwei Dinge meiner Aussenwirkung offenbart, welche mich grübeln lassen. Die eine ist erst vor kurzem in mein Leben getreten, die andere vor langer Zeit eben aus diesem hinaus, und ebenfalls vor kurzer Zeit wieder hinein.
Die eine sagte ich habe eine ganz besondere Art der Frauenfeindlichkeit innewohnen. Wohl nicht so herrablassend wie bei anderen, jedoch signifikant vorhanden. Ja, ich gebe es zu: Ich hege einen Groll gegen das weibliche Geschlecht. Jedoch nicht so wie ich es anscheinend nach aussen vermittle. Ich möchte nicht frauenfeindlich erscheinen… ich möchte nur aufzeigen, dass wir Männer, auch wenn ich mich selten mit dieser Gruppe identifiziere, und so schlecht wir auch sein mögen, nicht schlechter sind als die Menschheit im allgemeinen. Im letzten Jahr habe ich sehr viele negtive Erfahrungen mit Frauen gemacht. Viele am eigenen Leib verspürt, andere wiederum bei bekannten und Freunden beobachtet. Und ich empfinde es einfach als nötig, dass jemand sich um die Rechte der Männer in dieser Gesellschaft einsetzt. In der Frauenwelt ist dies die Tagesordnung. Wieso steht uns dieses Recht nicht zu? Wir haben in der Gesellschaft einen Ruf, welcher dem, was wir sind, nicht gerecht wird. Immer öfter werden wir Opfer, uns wird nachgesagt wir seien triebgesteuert, hinterhältig, gefühlskalt und untreu. Aber eben diese Eigenschaften fallen mir immer mehr auf beim weiblichen Geschlecht. Klar, man darf nicht verallgemeinern, aber genau das tut man und verwendet es gegen uns. Es gibt viele löbliche Ausnahmen, aber ebensoviele schwarze Schafe. Mir ist aufgefallen, dass Frauen, wenn man es denn so sagen darf, das bessere Marketing betreiben. Und da können wir noch etwas lernen. Männer wehrt euch, zeigt das ihr empfindungsfähige Wesen seid, aber auch das ihr bereit seid euer Recht auf Respekt einzufordern. Wir haben ein Recht auf Ehrlichkeit!
Das andere hat mich sehr fasziniert. So wurde an mich herangetragen, dass etwas geheimnisvolles mich umgibt. Als ich das hörte, fühlte ich mich sehr geschmeichelt. Warum?! Was schmeichelt mir daran, das beschäftigt mich, aber noch mehr stelle ich mir die Frage: Ist dies wahr? Versuche ich dies bewusst oder unterbewusst zu implizieren, diesen Eindruck zu verstärken, ist dies einfach ein gegebenes Faktum oder ist es einfach Imagination? Ich weiß schon jetzt, dass diese Frage mich noch über längere Zeit beschäftigen wird.
Und mit diesem Rätsel verabschiede ich mich für diese Bewusstseinsphase von euch… und melde mich schon bald mit einem neuen Eintrag: Versprochen !
Euer AveN


zum ersten teil: -kein kommentar-
zumindest zum zweiten möchte ich dir “helfen” … oder deine Illusion zerstören… wie mans nimmt.
Jeder, und damit meine ich wirklich jeder, ist auf seine Art geheimnisvoll. Denn jeder trägt Geheimnisse, trägt Wpnsche, trägt sein wahres Ich verborgen. Ich, du,… jeder… und die Präsenz dieser Geheimnistuerei offenbart wie “mystisch” wir sind. Je mehr man Verbirgt, je mehr man nach Außen zu einem Stein wird, desto interessanter, desto geheimnisvoller wird man für seine Umwelt.
Da du, so wie ich das auf diese “Distanz” erkenne in der Tat immer mehr und mehr verbirgst, immer mehr und mehr zu dem wirst was du bist, wirst du auch geheimnisvoller. Das ist der Lauf der Dinge… Einst lass ich in dir wie in einem Buch… Ein Buch, dass jetzt für mich verschlossen ist. Den Inhalt erfahre ich nur noch verwaschen von denen die es noch lesen können, oder glauben lesen zu können, ohne es wahrscheinlich wahrhaft verstanden zu haben…
Diese Entwicklung die du da beschreitest ist meiner Meinung nach weder gut noch schlecht… sie verändert dich lediglich. Ob zu einem besseren Menschen, diese Frage hast du nicht zu entscheiden. Das werden andere für dich tun…
Ich denke nicht, dass man als Mann eine gewisse Abwehrhaltung gegenüber dem weiblichen Geschlecht haben muss. Letztenendes, aus der Sicht der Frau gibt es genau so viele Klischees, die auf die Frau zielen: Tratschend, unordentlich, peinlich auf Äußerlichkeiten fixiert. Und über die Rolle der Frau im Sexismus brauchen ich nichts weiter zu schreiben, denke ich.
Deshalb fordere ich: Den Siegeszug des Individuums! Es kann nicht sein, dass ich jedes mal den Durchschnitt als Repräsentator für mich sprechen lassen muss. Erst recht nicht darf die Klischeefigur repräsentierend für irgendwen wirken. Man solle den Menschen an sich betrachten und nicht die Eigenschaften, durch die man die Person einer Gruppe/Gruppierung zuordnen kann.
Zum zweiten Teil: Vielleicht bist du auch einfach nur introvertiert. Introvertiertheit mag auf manche Menschen geheimnisvoll wirken, manche würden dir vielleicht auch sagen, dass du abweisend gegenüber anderen bist oder nicht sehr fröhlich bist. Ohne den passenden Zusammenhang würde ich annehmen, dass sie dir etwas Nettes sagen wollte.
Hmmm.. ich bin zwar Introvertiert… jedoch auf eine ganz andere art und Weise. Nämlich auf die, dass in mir viel mehr los ist als das was ich zeige… aber ich bin sehr redselig und unterhaltsam
MfG AveN
Nun, ich denke alleine schon die Tatsache, dass in dir mehr los ist als du zeigst/zu zeigen bereit bist, macht dich doch schon (oder gerade just) introvertiert. Sollte jemand so zurückhaltend sein, dass dieser kaum noch mit anderen Leuten redet, so bescheinige ich ihm Isolation anstelle von Introvertiertheit.